ah-Galerie und Atelier

"Kunst der Freude willen"

 Vernissagen und Ausstellungen:


    1. 21.3.2015- 26.4.2015 30. „Kunst der Freude willen“
        1. Skulpturen und Bilder von Alfred Hübsch und Sabine Rassow

       

    1. 6.11.2016 – 25.1.2017 „Kunst ohne Titel“
        1. Jahresausstellung des KV Herrenberg
        2. Installation “Goldene Spirale“

       

      1. 7.4.2017 - 30.4.2017
        1. KV Böblingen, Altes Amtsgericht

       

    1. 6.7. 2017 – 1.12.2017 „Business und Kunst“
        1. Unternehmensberatung und Steuerberatung  bmp
        2. Einzelausstellung mit Vortrag

       

    1. 20.7. 2017 – 31.8.2017 Skulptur und Bild als „Nachhaltigkeit Installation“ im alten Lesesaal der Universität Tübingen (Bonatzbau) zum Thema „Wirtschaftliche Forschung und gesellschaftliche Relevanz heute zur 200 Jahr Feier der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät.

     

    1. 5.11.2017 -30.1.2018 „licht und  Dunkel“
        1. Jahresausstellung des KV Herrenberg, Bürgeramt Herrenberg
        2. „Kommunikation der Nautili“

       

    1. 9.12.2017 – 26.1.2018 „Zeitgenössische Kunst – auf der Documenta vielleicht – mit Sicherheit in der Stadtbibliothek Herrenberg Einzelausstellung mit Vortrag
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    1. 3. 2018 Kunstpreis Teilnahme bei Kunst International auf der ARTe Sindelfingen
        1. „Nachhaltigkeit Installation“

       

    1. 18.4.2018 „Transmission of Business Experiences into Art-Installations”
    2. Vortrag an der Universität Tübingen
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    1. 12.7.2018 – 2.8.2018 „Begegnung“
        1. Ausstellung des KV Herrenberg, Kreissparkasse Herrenberg
        2. „Weißer Schwan“

12.12.2017: Pressebericht zur Vernissage vom 9.12.

Kunst für das Menschenzeitalter

Herrenberg: Installationen und Gemälde nehmen sich den großen, drängenden Themen der Welt an

Stellt bis Ende Januar aus: Alfred Hübsch in der Herrenberger Stadtbibliothek GB-Foto: Schmidt

Pressebericht von Rüdiger Schwarz, Stuttgarter Nachrichten /Gäubote Herrenberg


Die Grenzen des Wachstums, die Macht unwahrscheinlicher Ereignisse, die dramatische und extreme Folgen nach sich ziehen, die Gratwanderung der Beziehungsgestaltung, die Folgen der "Erschöpfungsgesellschaft", die künstlerische Bezugnahme auf die Renaissance - die Kunst des Alfred Hübsch nimmt sich großer Themen an. Davon kann man sich in der Stadtbibliothek Herrenberg einen Eindruck verschaffen.


Sein Kunstschaffen möchte der Herrenberger als unkonventionell, experimentierfreudig und schon mal provokant gesehen wissen. Ohne Frage sind die Arbeiten des Alfred Hübsch nicht von der Stange. In der Mehrzahl sind es sehr präsente und raumgreifende Werke, die als Skulpturen auf Sockeln stehen oder als Gemälde an den Wänden prangen. Kurz gesagt, die Werke des Alfred Hübsch fallen auf und wenn sie über Installationen miteinander in Beziehung gebracht werden, haftet ihnen ein interaktiver Ereignischarakter an. Allein schon die Fülle der Materialen macht diese Kunst zum Ereignis. Ob belgischer Granit, Marmor, Nero Portoro, ein schwarzer Kalkstein, Edelstahl, ein Sumpfkalkputz, Marmormehl, Pigmente, Beizen, die Liste an eingesetzten Materialien liest sich lang und ließe sich noch verlängern. Etwa um die LED-Beleuchtung, die der Künstler wohl um des Effektes und der Kommunikation mit dem Betrachter willen in seinen Arbeiten anbringt.

Die Metapher des schwarzen Schwans

Der Begriff des Ereignisses ist der Stichwortgeber für die Installation "Black Swan". Der Bildhauer Alfred Hübsch hat aus einem Portoro einen stilisierten, eleganten, grazilen und formschönen schwarzen Schwan geschaffen. Die Skulptur ist vor einem Quadriptychon, auf dem der Maler Alfred Hübsch die Skyline von Manhattan erahnen lässt, angebracht. Inmitten eines bedrückenden Farbwehens und beklemmenden Farbstürmens hat Manhattan den sprichwörtlichen Blues. Die Installation spielt auf weit mehr als die Nachwehen des 11. Septembers 2001 an. Das Szenario soll die populärwissenschaftliche Theorie von der Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse vor Augen führen. Der von den Europäern lange als Fiktion abgetane, doch tatsächlich existierende schwarze Schwan, auch Trauerschwan genannt, ist für diese Theorie zur Metapher geworden. Die "Schwarze-Schwan-Vermutung" geht auf den Publizisten und Börsenhändler Nassim Nicholas Taleb zurück und hat nicht nur die Auswirkungen von katastrophalen Ereignissen, wie etwa die Nuklearkatastrophe von Fukushima, im Blick.

Zusammenbruch mag das Stichwort für zwei weitere Installationen des Künstlers abgeben. "Neue Zielsetzung" zeigt eine aus Portoro gearbeitete Möbiusschleife, in der eine weiße Marmorkugel, die ein schwarzer Pfeil durchbohrt, zum Schwingen gebracht werden kann. Dahinter ist das Triptychon "Intonaco" in einer an sakrale Tafelaltarbilder erinnernden Hängung angebracht.

Was da in Sumpfkalkputz mit Marmormehlstruktur zu sehen ist, lässt sich vielleicht am ehesten als wie mumifiziert wirkende torsoartige Überreste von menschlichen Körpern beschreiben. Ein Bezug zur Kreuzigung Jesu oder zum Turiner Leichentuch, das diesen zeigen soll, ist nicht von der Hand zu weisen. Leiden und Hoffnung liegen in dieser Installation nahe beieinander. Spannt man den Bogen zur heutigen Leistungsgesellschaft, könnte man mit dem Philosophen Byung-Chul Han ketzerisch behaupten, dass der moderne Mensch an seiner eigenen Selbstausbeutung und der gnadenlosen Effizienz der "Positivität des Könnens" leidet. Zurück bleibt eine ausgebrannte Seele. Während Byung-Chul Han gegen endlosen Machbarkeitswahn und zwanghaftes Wollen die Freundlichkeit und Inspiration einer selbstfürsorglichen Müdigkeit anempfiehlt, setzt Alfred Hübsch auf eine Kehrtwende, indem man sich neue Ziele setzt. Eine Kehrtwende führt einem auch die zugleich mahnende und visionäre Installation "Nachhaltiges Wachstum" und "Supernova" vor Augen. Ewig wachsende Spirale der Granitkugel und die aufeinander bezogenen, sich ausbalancierenden Kräfte der Yin-und-Yang-Symbolik künden vom Anfang der 2000er Jahre ausgerufenen Menschenzeitalter, das an die Grenzen eines rein quantitativen Wachstums gekommen ist. Die Erde droht zu kollabieren. Das Werk liefert die recht konkrete Utopie gleich mit: Die Menschheit kann künftig nur mehr qualitativ wachsen, will sie ihre Lebensgrundlage - die Erde - nicht zerstören. Qualitatives Wachstum, das heißt etwa Bildung oder die Schaffung von Infrastruktur.

Um sich zu retten, müssen die Menschen miteinander in Kontakt treten, ihre unterschiedlich gelagerten Interessen ausbalancieren. Davon erzählt die Installation "Partnerschaft", die aus einer Plastik aus einem Nero di Belgio und einer reliefartigen, pastosen Anspielung auf den wohl berühmtesten Ausschnitt aus Michelangelos "Die Erschaffung Adams" besteht. Während sich auf einem Diptychon die Finger zweier Arme sehnsuchtsvoll, zaghaft und sacht entgegenstrecken, erzählt das Objekt aus belgischem Granit davon, dass es mitunter zwischen zwei oder mehreren Partnern haargenau passen muss, um böse Überraschungen zu vermeiden. Die Skulpturen Hübschs rufen in ihrer elanvollen Dynamik die Arbeiten des Bildhauers Max Bill auf den Plan. Alfred Hübschs Gemälde bestechen den Betrachter schon mal regelrecht mit ihren strahlenden Farben, der Maler versteht sich jedoch auch auf eine sublime, fragile Bildpoesie, wie die Gemäldereihe "Primavera" beweist.

Die Ausstellung "Zeitgenössische Kunst" ist bis Freitag, 26. Januar, in der Herrenberger Stadtbibliothek zu sehen.




6. Juli 2017: 

Vernissage "Business und Kunst" als Kundenveranstaltung der Unternehmensberatung bmp am 6.Juli 2017 - Ausstellungsdauer bis 7.12 2017


1. Thema des Vortrages : 

"Ist Kunst nicht auch Business und Business nicht auch Kunst. Was sind die kritischen Erfolgsfaktoren?

2. Pressebericht vom 5.10.2017



20. März 2015


Thema:: "Kunst der Freude willen"

Skulpturen und Bilder von Sabine Rassow und Alfred Hübsch

Einführung von Prof. Helge Bathelt und musikalischer Umrahmung

Bilder vom 20. März 2015